Die Kunst der Schamanen

Nach schamanischer Vorstellung hat jeder Mensch in der körperlichen wie in der psychischen und der mentalen Ebene Energiefelder verschiedener Kräfte und Energien. Die Energiefrequenz kann heilend, stärkend und unterstützend unser Leben begleiten.
Vernachlässigen wir nun unseren Körper, unsere Psyche oder unseren Geist durch Drogen- und Medikamentenmissbrauch, Fehlernährung, mangelnde Bewegung oder durch negative Gefühle wie Angst und Neid wird Energie aus dem entsprechenden Feld abfließen und unser Energiefeld sich verändern. Es entsteht ein Defizit, ein leerer Raum, welches mit einer Energie besetzt wird, die dort fehl am Platze ist. Schwäche, Erkrankungen und Beschwerden entstehen. Energien und Kräfteausrichtungen verlassen uns, wenn wir nicht gut zu uns selber schauen. Schwere Schicksalsschläge, Liebeskummer, Traumas und Stress können im schamanischen Heilkonzept zur Flucht von Seelenanteilen führen. Wir kennen dieses Phänomen aus der Psychologie als Partielle Dissoziation. Hier entsteht dann im Seelenfeld ein ebensolches Vakuum, welches durch eine Energie aufgefüllt wird, die dort nicht hingehört. Ein Schamane kann nun die verlorenen Kräfte und Energien wieder an seinen ursprünglichen Platz zurückführen. Dort, wo ein Defizit ist oder etwas einen Platz eingenommen hat, wo es nicht hingehört, muss es wieder in ein harmonisches Gleichgewicht gebracht werden. Und dies ist die Kunst eines Schamanen. Er ist ein Vermittler heilender spiritueller Kräfte, um negative Energiefelder in positive Kräfte umzuwandeln.

Er kann helfen einen Selbstheilungsprozess in Gange zu setzen, der sich auf einer spirituellen Ebene abspielt. Dieser Prozess kann sich dann weitergreifend in die psychischen und körperlichen Energiefelder des Heilsuchenden manifestieren. Der Schamane zeigt den Menschen, dass sie emotional und spirituell in ihrem Kampf gegen Krankheit und Tod nicht alleine sind.

Für Schamanen ist auch der scheinbar leere Raum existent. Der Raum zwischen Menschen oder zwischen Dingen, aber auch der leere Raum in einem Gegenstand ist keine weite Leere. Der »leere« Raum hat ebenso wie die Materie bestimmte Eigenschaften und Merkmale. Aus der Physik wissen wir, dass selbst physische Materie nicht fest ist, sondern sich aus Atomen zusammensetzt. Die Atome wiederum bestehen (auch) nicht aus komprimierter Masse, sondern aus Elektronen, die um den Atomkern kreisen. In den vergangenen Jahren ist viel über die Revolution in der Physik geschrieben worden, doch die wesentlichen Änderungen resultieren aus der Entdeckung der Quantenphysik und den Forschungen Albert Einsteins. Einsteins Lebenswerk bestand darin, zu beweisen, dass jenes Energiegebilde, das wir als feste Materie wahrnehmen, größtenteils aus leerem Raum plus einem Muster durchlaufender Energieströme besteht, uns Menschen eingeschlossen. In diesen Zwischenräumen setzen Schamanen mit ihrer Arbeit an, seit Tausenden von Jahren.
Autor: Ina Ernst (01.10.2003)


Fantasie ist wichtiger als Wissen – denn Wissen ist begrenzt.                                                                                       Autor: Albert Einstein