Das Wissen der Schamanen

Das Wort Schamane (»shaman«) stammt ursprünglich von den sibirischen Stämmen der Tungusen und heißt »wissen«. Es bezeichnet eine Person, die eine ganz bestimmte Form spiritueller Kraft besitzt. Schamanen waren Visionäre, Heiler oder das, was man heute vielleicht »spirituelle Heiler« nennt, die in einem Trancezustand arbeiteten.

Schamanen nehmen das Universum ganz anders wahr als andere Menschen. Sie können zwischen materiellen und nichtstofflichen Welten wandern. Sie beherrschen eine Technik, um innerhalb dieser Welten tätig zu werden.

Da die nichtalltäglichen Welten zumeist unstofflich sind und weitgehend der Vorstellungskraft entspringen, sprechen die Schamanen von ihnen als geistige Welten.

Die Geistwelt ist umfassender als das, was wir Menschen uns darunter vorstellen. So haben in jener Welt vollzogene Handlungen oft erstaunliche Auswirkungen auf die alltägliche Wirklichkeit. Während einer Heil-Sitzung kann ein Schamane beispielsweise in die nicht-alltägliche Wirklichkeit reisen, um Krankheitsursachen des Patienten zu beseitigen, wenn dieser dafür auch geistig offen ist. In solchen Fällen behandelt der Schamane den unsichtbaren, spirituellen Aspekt der Krankheit, und der Körper erholt sich. Die Hauptaufgabe eines Schamanen beim Heilen ist es, die spirituellen Voraussetzungen für die Genesung des Patienten zu schaffen. Ein Schamane arbeitet nie in erster Linie körperlich und auch nicht psychologisch, sondern spirituell. Schamanismus entstand aus der Erfahrung, dass Krankheit immer eine Disharmonie zwischen Mensch, Natur und Kosmos ist. Der Schamane hilft durch seine Kenntnisse, wieder ein Gleichgewicht herzustellen.

Autor: naturel-Readaktion (01.09.2003)

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